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GN-Online.de vom 01.03.2011
KCN will Karneval „salonfähig machen“
„Junge Narren“ feiern Weiberfastnacht erstmals auf „Partymeile Ochsenstraße“ – Sonntag Umzug
In Nordhorns Karnevalshochburg Blanke wird in diesen Tagen fleißig gesägt, geschraubt und gemalt: Mit großem Engagement und viel Fleiß sind die Jecken bereits seit November am Werk, um ihre Motiv- und Prunkwagen für den großen traditionellen Rosensonntagsumzug am Sonntag, 6. März, auf dem Gildehauer Weg vorzubereiten. Der Startschuss für Nordhorns Straßenkarneval fällt bereits am Donnerstag, 3. März, ab 19 Uhr in der City mit der Weiberfastnacht. Dazu wird die Ochsenstraße zur „Partymeile“ umgestaltetet.
tk Nordhorn. Nach 32 Jahren hat sich der Karnevalsclub „Junge Narren“ (KCN) 2011 erstmals dazu entschlossen, das närrische Treiben der Weiberfastnacht in der Ochsenstraße über die Bühne gehen zu lassen. „Es gibt einfach keine Kneipe mehr, die mit einem Saal groß genug wäre, eine zünftige Weiberfastnacht zu feiern“, erklärte gestern KCN-Sitzungspräsident Martin Tolhuysen gegenüber den GN den Schritt aus dem Stadtteil Blanke in die Innenstadt.
Ab 19 Uhr sind alle Lokale der Ochsenstraße auf die vermutlich überwiegend weiblichen Gäste vorbereitet. Egal, ob kostümiert oder nicht: Tolhuysen geht davon aus, dass die Weiberfastnacht in der „Partymeile Ochsenstraße“ zu einer prächtigen Karnevalsfeier wird. Die „Jungen Narren“ bewerten den Entschluss, die Weiberfastnacht in die Innenstadt zu verlegen, als einen ersten Schritt, den Karneval in Nordhorn „salonfähig“ zu machen. „Hat man doch manchmal den Eindruck, dass über die Verrückten mit den Narrenkappen die Nase gerümpft wird“, meint Martin Tolhuysen. Deshalb fordern die „Jungen Narren“ alle Nordhorner auf, „an dieser Weiberfastnacht in der Innenstadt teilzunehmen, um sich davon zu überzeugen, dass nicht nach Köln, Düsseldorf oder Legden gefahren werden muss, um Karneval zu feiern“. Tolhuysen: „Karneval in Nordhorn bedeutet, Karneval vor der Haustür zu erschwinglichen Preisen und genauso viel Spaß an der Freud wie im benachbarten Westfalen.“ Als Höhepunkt der Session soll dann am kommenden Sonntag der Rosensonntagsumzug folgen. „Die Ideen der einzelnen Wagengruppen für den Umzug werden durch die tatkräftigen jungen Leute aus den Reihen des KCN umgesetzt, damit wieder ein bunt gestalteter Umzug den Gildehauser Weg passiert“, berichtet Tolhuysen. So sind Udo Rasfeld als Chef der Wagenbauer sowie Peter und Christel Tolhuysen als „Betreuer des leiblichen Wohls“ derzeit beinahe jeden Abend und an den Wochenenden in der „Wagenbauhalle“ der „Jungen Narren“ anzutreffen. Ein Großteil der Wagenbauerriege kommt aus der Tanzgruppe „Crazy Dancers“. Tolhuysen: „Die Damen und Herren bringen nicht nur jugendliche Frische auf die Bühne. Auch beim Wagenbau werden Techniken verwandt, an die vor einigen Jahren noch niemand dachte.“ So nutzt man heute auch in Nordhorn die Air-Brush-Technik für die Farbe auf den Umzugswagen. In diesem Jahr gestalten allein die „Jungen Narren“ die Wagen. „Auch wenn in Nordhorn der Rotstift regiert, auf der Blanke wird Karneval zelebriert“, verspricht Tolhuysen zum Umzug über den Gildehauser Weg, der um 14.11 Uhr in Höhe der Barbarastraße beginnt und zum Eintracht-Platz führt. Dort soll der Blanke-Karneval dann sein gewohnt feucht-fröhliches Finale finden. |