Blanke erlebt närrischen Höhepunkt

Rund 15.000 Zuschauer säumen Gildehauser Weg beim Karnevalsumzug

Hochbetrieb und gute Laune herrschte am Nachmittag beim Karnevalsumzug auf dem Gildehauser Weg im Nordhorner Stadtteil Blanke. Foto: Jürgen Lüken

Hochbetrieb und gute Laune herrschte am Nachmittag beim Karnevalsumzug auf dem Gildehauser Weg im Nordhorner Stadtteil Blanke. Foto: Jürgen Lüken

In der 35-jährigen Geschichte des Nordhorner Straßenkarnevals sind die Akteure immer trockenen Fußes an den Gildehauser Weg und zurück gekommen. Nicht anders am Sonntag, als der närrische Lindwurm bei frühlingshafter Sonne durch die Blanke rollte.

Nordhorn. Schon weit vor dem angekündigten karnevalistischen Beginn um 14.11 Uhr sammelten sich die Jecken an den Imbiss-und Getränkeständen auf dem Blankeplatz und entlang des Gildehauser Weges, um sich entsprechend zu stärken.

Die ersten Cowboys, Piraten und Gespenster ließen dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Ganz kleine, kleine und große Karnevalfans zeigten sich in farbenfrohen und originellen Kostümen. Lebensgroße Bananen, eine überdimensionale Pommes-Tüte, Seeräuber, kleine Dinosaurier und Kühe, Pippi Langstrumpf, sind nur Beispiele für die Verkleidungsvielfalt entlang der Zugstrecke.

Während Moderator Thomas Deters mit seiner mobilen Disco die Zeit bis zum Start des Umzuges verkürzte, füllten sich die Bürgersteige zusehends. Bei zehn Grad Celsius wehte doch noch ein relativ kühler Wind, so dass die Tanzwütigen entlang der Strecke klar im Vorteil waren.

„Hey Leute, der Zug ist da“

Kurz nach 15 Uhr ertönte dann ein lautstarkes „Hey Leute, der Zug ist da. Ein dreifaches Blanke Helau, Karneval Helau, Nordhorn Helau“, als das Führungsfahrzeug – der Wagen mit KCN-Ehrensenator Wolfgang Eichstaedt – den Moderationsbereich in Höhe der Elisabethkirche passierte.

Der Spielmannszug Lustige Musikanten aus Brögbern sorgte für Karnevalslieder, während die Trachtengruppe des KCN mit ihrem chinesisch dekorierten Umzugswagen brillierte. Lampions, Fächer und Panda-Bären zeugten von der Detailgenauigkeit der Wagen, die das Wagenbauteam unter Leitung von Udo Rasfeld seit vergangenen Sommer gebaut hat.

Der Kleingartenverein Nordhorn zeigte sich mit drapierten Rasenstücken, Blumen und Pilzen ganz im Geiste seines Zweckes und nach dem Umzugsmotto: „Nur die Harten kommen in den Garten“. Plötzlich stoppte die Karawane aufgrund eines Staus im Bereich des Kreisverkehrs: Zehn Minuten lang ging gar nichts mehr. Die „rosaroten Panther“, vier- bis zwölfjährige Kinder aus dem KCN, machten mächtig Action auf ihrem quietschgelben Fahrzeug. Die Landjugend Isterberg kam mit einem Traktor daher, an dessen Front mehrfach pinkfarbene Pyrotechnik gezündet wurde.

Zwei Gruppen in schwarz-roten Kostümen folgten: Zum einen verteilten junge Vampire Süßigkeiten, zum anderen ließ der Spielmannszug Šchüttorf karnevalistische Töne erklingen. Die Edelweißschützen Bathorn überraschten mit einem ohrenbetäubenden Donnerschlag, während KCN-Sitzungspräsident Martin Tolhuysen auf dem Präsidiumswagen eine Mehrfach-Moderation mit Bürgermeister Thomas Berling und den Ehrensenatoren Hans-Jürgen Grobelny und Manfred Kutsche hinlegte.

Prinzenpaare lassen Bonbons regnen

Traditionell zeigten sich natürlich auch die Prinzenpaare beider Nordhorner Karnevalsvereine: Dieter I. und Sonja III. (KCN) sowie Ralf I. und Nicole I. (KCA). Der Kinderprinz des KC Alemannia, Domenik I., und ließ Bonbons und andere Süßigkeiten direkt aus dem Wagen in hoch gehaltene Plastiktüten fallen. Seine Prinzessin Michelle I. nutzte die unfreiwillige Pause, um ihre Tanzkünste auf dem Asphalt darzubieten. Der „kleine Prinz“ des KCN, Tarek Hodosi, wurde zunächst vermisst – schnell wurde klar, dass er aus dem Inneren des Wagens Nachschub an süßen Wurfgeschossen holte. Prinzessin Maike I. nahm es mit Humor beim Defilée an der Elisabethkirche. Weitere Wagen der Jungen Union Nordhorn, des Stadtrates (Jantje) der KCN-Frauen sowie der Karnevalsvereine aus Emsbüren und Lingen folgten, bevor die „Sexy Hexys“ des KCA den Abschluss des Zuges boten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.