Hüsemann: Eintracht-Stadion wird Schwimmbad

GN-online vom 27.11.07

Hüsemann: Eintracht-Stadion wird Schwimmbad

Prunksitzung der Jungen Narren mit Prinzenproklamation

hlw Nordhorn. Die Wasserstadt ist wieder fest und sicher in den Händen der Karnevalisten. Dies mussten am Samstagabend nicht nur Bürgermeister Meinhard Hüsemann, sondern auch Landrat Friedrich Kethorn und der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers feststellen. Sie hatten sich unter die vielen Gäste gemischt, die aus den Nachbarkreisen Emsland, Steinfurt und Osnabrück zur traditionellen Prinzenpaarproklamation der Jungen Narren Nordhorn (KCN) angereist waren.

Hüsemann hieß in der Bütt alle willkommen, besonders die Abgesandten des KC Alemannia Blanke. Er erinnerte an den Karnevalsauftakt auf dem Blankeplatz und hielt für die Narren nach dem Projekt „Grenzüberschreitendes Wohnen auf dem Nordhorn-Almelo-Kanal“ eine neue Überraschung parat: „Auch wenn die Sache eigentlich noch nicht so ganz spruchreif ist: Wie Sie alle wissen, klappt es in letzter Zeit mit dem Fußball bei Eintracht nicht ganz so gut. Nur für den Fall, dass Eintracht das Stadion nicht mehr benötigt, wäre es doch das Beste, wenn wir das Fußballstadion zum Schwimmstadion mit 100-Meter-Bahnen umbauen würden.“ Eine „Wasserstadt“ müsse schließlich auch im Wassersport federführend sein: „Wer weiß, vielleicht kann man einen Olympiastützpunkt daraus machen. Das wäre auf jeden Fall ein riesengroßer Schritt in Richtung Wasserstadt.“

Mit Reimen schaute der Bürgermeister auch über das Land und die Politik. Für die Einladung dankend betonte er: „Ich fühle mich da sehr geehrt, ist Politik doch heut oft nicht viel wert. Alle Närrinnen und Narren weit und breit machen sich lustig über die Politik ihrer Zeit. Frohsinn, Spaß und Heiterkeit haben im Karneval ihre größte Zeit. Drum will ich jetzt nicht länger säumen und Bühne und Bütt für andre räumen.“
Eskortiert vom Spielmannzug und tosendem Applaus zogen Elferrat, Prinzengarde, Funkenmariechen und die neuen Prinzenpaare ein, um die Bühne für den Abend in Besitz zu nehmen. Präsident Jörg Tolhuysen freute sich zusammen mit Hüsemann, nach langem Warten die Insignien dem Jugendprinzenpaar Prinzessin Rebecca I und Prinz Florian I sowie Prinzessin Anja I und Prinz Helmut I zu überreichen.
In seiner Proklamation machte das Jugendprinzenpaar deutlich: „Im KCN ist es so, hier sind wir alle lustig und froh. Da wird uns Schunkeln und Singen große Freude bringen. Unser Motto in diesem Jahr, Karneval ist wunderbar.“ Prinzessin Anja I und Prinz Helmut I wetzten hingegen die Messer und die Degen. „Helmut, wir müssen eine Rede halten und dabei unseren Charme entfalten“, rief Anja und erklärte charmant: „Das Zepter halte ich in der Hand.“
Unter der Regie von Sitzungspräsident Martin Tolhuysen folgten dann eine Reihe karnevalistischer Highlights. Den Auftakt der Verleihungen vieler Orden machte er mit der „Seniorengarde“, zu der die Urgesteine und Mitbegründer des KCN, Waltraud Rasfeld, Albert Egbers, Gerd Neubacher, Günter Somberg, Wolfgang Scherler und Peter Tolhuysen zählen. Mit ihnen stimmte Irene Frantzen das Prinzenlied an und bereicherte den Abend mit vielen Gassenhauern und Schunkelliedern. Zum ersten Mal trat sie dabei mit Achim Müller im Duo auf.
Über die Bühne „schwebten“ die Tanzmariechen Chiara Beters, Melina Berens, Andrea Bläcker sowie Chiara Deters. Und ebenso viel Applaus erhielten die Jugendgarde, der Gardetanz Junioren und Prinzengarde, die Showtänze Juniorengarde und Prinzengarde sowie das „echte“ Nordhorner Männerballett.
In der Bütt nahm „Till“ (Horst Frantzen) die Lokalpolitiker schonungslos scharf ins Visier und für Blödeleien und Kuriositäten sorgten der „Dorftrottel“ (Peter Norder) und „Hanilein“ (Achim Müller). Im Finale ernteten alle Akteure, die ausschließlich dem KCN angehören, Standingovations, denn das Stimmungsbarometer hatte voll ausgeschlagen.

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